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Die Kerze hat in unserer heutigen Zeit weniger funktionalen als emotionalen Charakter. Die Kerze spendet ein warmes Licht für eine gemütliche Stimmung, sei es in einer
Bar, einem Restaurant oder gar zu Hause in den eigenen vier Wänden. Zu früheren Zeiten waren Kerzen jedoch unabdingbar. Da es noch
keinen Strom aus der Steckdose und keine Glühbirnen gab, waren Kerzen, die einzige Möglichkeit nach Sonnenuntergang die heimischen Räumlichkeiten zu erhellen.
Aus geflochtenen Baumwollfäden besteht der Docht einer gewöhnlichen Kerze, welcher von einem niedrig
schmelzenden Wachs umgeben ist. Der Wachs verdampft und verbrennt mit Hilfe des Sauerstoffs, der dank der Kapillarwirkung des Dochts in
die Flamme hinauf bewegt wird. Durch die Konvektion (so wird der Vorgang des Aufsteigens erhitzter Verbrennungsgase bezeichnet) wird die Flamme mit frischer Luft vorsorgt und erlangt hierdurch
seine typische lang gezogene Form. Im Falle, dass der Docht der Kerze nicht kurz genug ist, ist es möglich dass nicht der gesamte Wachsdampf verbrannt werden kann. Dieses Phänomen wird im
normalen Sprachgebrauch auch rußen genannt. Als man das Problem erkannte wurde eine Lösung gesucht und auch schnell gefunden: Der Docht musste ganz simpel asymmetrisch geflochten werden damit er
sich zur Seite neigen kann und der obere Teil des Dochts verglühen kann.
Vor dieser Lösungsumsetzung war man genötigt von Zeit zu Zeit den Docht immer wieder zu kürzen, was man auch „schneuzen“ nannte, um das rußen der Kerze zu verhindern. Für diesen Vorgang gab es
besondere Schere, welche unter dem Namen Schnuppe bekannt ist. Zum erlischen der Kerze nahm man früher gerne einen umgekehrten Zylinder um die Kerze zu ersticken, denn bei einem Sauerstoffgehalt von weniger als zwölf Prozent geschieht dies.
Das Wort <<Serviette>> stammt ursprünglich von der französischen Vokabel <<servire>> ab. Servire bedeutet schlichtweg <<servieren>>. Früher dienten Servietten, welche noch vergleichsweise große Tücher darstellten, dazu da, dass Angestellte des Hauses den Tischgästen die Teller abwischen konnten. Aufgrund dieser Bedeutung entstand in Deutschland der Begriff <<Tellertuch>>, der sogar heute noch im Lexikon vorzufinden ist.
In der Regel weisen Servietten von heute Maße von bis zu 50 cm x 50 cm auf. Die Serviette übernimmt für den Speisenden beim Essen mehrere Funktionen. Einerseits dient die Serviette zum reinigen des Mundes (auch Mundtuch genannt) sowie der Finger nach oder schon während einer Mahlzeit. Andererseits soll die Serviette über den Leib des Speisenden ausgebreitet, die Kleidung vor Flecken schützen, dies war damals die Hauptfunktion der Serviette.
Entstanden ist die Serviette Anfang des 16. Jahrhunderts in Kreisen der besseren Gesellschaft. Mit dem Beginn des Gebrauchs der Serviette kam das Ende des Brauchs sich die Finger am Tischtuch oder sogar an den eigenen Kleidungsstücken rein zu wischen.
Früher waren Servietten aus Stoff. Dies ist auch heute noch in noblen Restaurants oder bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten der Fall. Bevorzugte Stoffe sind hierfür Damast, reine Baumwolle oder ein Baumwoll-Leinen-Mischgewebe. In unserer heutigen Gesellschaft mit der modernen Esskultur stehen vor allem Convenience-Produkte hoch im Kurs. Da Stoffservietten für das „Essen für unterwegs“ zu teuer sind, benötigte man einen kostengünstigen Ersatz. Aufgrund dieser Tatsache wurden und werden vor allem Papierservietten zunehmend produziert. Papierservietten sind aus mehreren Lagen Zellstoff und sind in den verschiedensten Qualitätsabstufungen sowie Designs erhältlich.
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