Dienstag, 5. februar 2008

Das Wort <<Serviette>> stammt ursprünglich von der französischen Vokabel <<servire>> ab. Servire bedeutet schlichtweg <<servieren>>.  Früher dienten Servietten, welche noch vergleichsweise große Tücher darstellten, dazu da, dass Angestellte des Hauses den Tischgästen die Teller abwischen konnten. Aufgrund dieser Bedeutung entstand in Deutschland der Begriff <<Tellertuch>>, der sogar heute noch im Lexikon vorzufinden ist.

In der Regel weisen Servietten von heute Maße von bis zu 50 cm x 50 cm auf. Die Serviette übernimmt für den Speisenden beim Essen mehrere Funktionen. Einerseits dient die Serviette zum reinigen des Mundes (auch Mundtuch genannt) sowie der Finger nach oder schon während einer Mahlzeit. Andererseits soll die Serviette über den Leib des Speisenden ausgebreitet, die Kleidung vor Flecken schützen, dies war damals die Hauptfunktion der Serviette.

Entstanden ist die Serviette Anfang des 16. Jahrhunderts in Kreisen der besseren Gesellschaft. Mit dem Beginn des Gebrauchs der Serviette kam das Ende des Brauchs sich die Finger am Tischtuch oder sogar an den eigenen Kleidungsstücken rein zu wischen.

Früher waren Servietten aus Stoff. Dies ist auch heute noch in noblen Restaurants oder bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten der Fall. Bevorzugte Stoffe sind hierfür Damast, reine Baumwolle oder ein Baumwoll-Leinen-Mischgewebe. In unserer heutigen Gesellschaft mit der modernen Esskultur stehen vor allem Convenience-Produkte hoch im Kurs. Da Stoffservietten für das „Essen für unterwegs“ zu teuer sind, benötigte man einen kostengünstigen Ersatz. Aufgrund dieser Tatsache wurden und werden vor allem Papierservietten zunehmend produziert. Papierservietten sind aus mehreren Lagen Zellstoff und sind in den verschiedensten Qualitätsabstufungen sowie Designs erhältlich.

von Steffen König
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